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1992 bis 2006

1993 konnte nach 2-jähriger Bauzeit das neue Feuerwehrhaus gegenüber dem Gemeindeamt seiner Bestimmung übergeben und 2003 um zwei Garagen erweitert werden.

Kommandant ABI Franz Amesberger tritt bei der Wahl nicht mehr an und Heinz Wegmaier wird zu seinem Nachfolger gewählt.

Die Bewerbsgruppe konnte sich durch Topplatzierungen bei den Landesbewerben 1991 und 1992 erstmals für einen Bundesbewerb qualifizieren und fuhr 1993 stolz nach Hallein.

1994 wurde das Kommandofahrzeug durch einen neuen Aufbau, einen Ford Transit, ersetzt. Erneut wurde ein hydraulisches Rettungsgerät verbaut um bei  Unfällen auf der B138 rasch mit der Ausrüstung durch den Stau zum Einsatzort zu gelangen.

1996 wurde das erste Tanklöschfahrzeug mit 4000 Litern Wassertank angeschafft. Für diese Genehmigung musste sogar die Landesfeuerwehrleitung befasst werden, welche schließlich doch den Argumenten von Kommandant Heinz Wegmaier folgte.

1997 kaufte die FF Micheldorf aus eigenen Mitteln ein Kranfahrzeug (Fa. Krupp). Auch der Import aus Holland und der Umbau für den Feuerwehrdienst erfolgte durch die Kameraden selbst. Die Jugend bekam 1997 den Umweltpreis vom Land OÖ.

Die Bewerbsgruppe konnte sich durch Topplatzierungen bei den Landesbewerben 1997 und 1998 bereits zum zweiten Mal für einen Bundesbewerb qualifizieren und fuhr 1998 stolz nach Eisenstadt.

1999 wurde die FF Micheldorf zum offiziellen Kranstützpunkt des Landes OÖ. In diesem Zuge wurde ein Kranfahrzeug (Liebher LTM 70) und ein Begleitfahrzeug (Steyr 18S28 mit Planenaufbau, Ladebordwand und Ladekran) nach Micheldorf verlagert und der Krupp Kran wieder verkauft. Ein geländegängiges Motorrad, eine KTM LC4, sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) Ford Transit wurden durch die Feuerwehr selbst angeschafft. Haupteinsatzbereiche des Motorrads waren als Erkundungsfahrzeug für den Technischen Zug sowie für die Suche nach Zufahrtswegen zu abgestürzten Paragleitern.

Im Jahr 2000 waren wir in Ohlsdorf im KHD Einsatz nach den schweren Hagelstürmen.

2002 war die FF Micheldorf erneut Veranstalter des Landesfeuerwehrleistungsbewerbes. Diese Großveranstaltung mit ca. 15.000 TeilnehmerInnen wurde am Gelände des Freizeitparks in Heiligenkreuz durchgeführt. Für die Unterkunft und Verpflegung der TeilnehmerInnen und Bewerter waren auch zahlreiche Nachbarwehren aktiv eingebunden. Die FF Micheldorf erhielt nach dem Landesbewerb ein Moped Puch Maxi als Geschenk, das bisher kleinste Fahrzeug im Fuhrpark.

Ebenfalls 2002 wurde ein LFB-A2 (Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung, also hydraulischen Rettungsgerät) als Stützpunktfahrzeug für die kommende Autobahn nach Micheldorf verlagert. Dieses Fahrzeug konnte die gesamte Ausrüstung welche für die Wasserentnahmestelle erforderlich ist (Tragkraftspritze, Saugschläuche, etc) hydraulisch absetzen und anschließend mit einer Haspel insgesamt 500 m B-Schlauch während der Fahrt auslegen.

2003 wurden die ersten Frauen in die Feuerwehr Micheldorf aufgenommen.

2003 erfolgte die Verkehrsfreigabe für die ersten Autobahntunnels auf Micheldorfer Gemeindegebiet. Die FF Micheldorf wurde damit zu einer "Portalfeuerwehr". Umfangreiche Aus- und Weiterbildung sowie neue Gerätschaften und Fahrzeuge wurden seither in diese neue Aufgabe investiert.

2004 ging die erste Internetseite für die FF Micheldorf online. 2005 kam die Seite bei einem Wettbewerb der Firma Dräger unter die besten 25 Feuerwehrseiten aus Österreich.

2005 haben 2 Hochwasserwellen in Micheldorf die Feuerwehr mit voller Mannschaft und aller Gerätschaft gefordert. Überschattet war 2005 durch das Auftreten eines Micheldorfer Abschleppunternehmen der unentwegt mit Anzeigen gegen die Feuerwehr, aufgrund der Einsatztätigkeiten der FF Micheldorf mit dem Bergekran, drohte. Mehrere Anforderungen des Bergekrans und des SRF mussten aufgrund der drohenden Anzeigen abgelehnt werden und es wurde sogar der Erwerb einer gewerblichen Abschleppkonzession angedacht.

2005 wurde das LUF60 inkl. Trägerfahrzeug als Stützpunktgerät nach Micheldorf verlagert. Das LUF60 ist ein Löschunterstützungsfahrzeug mit Raupenantrieb, welches ferngesteuert wie eine Schneekanone in einen Tunnel gefahren werden kann um dort sicher die Brandbekämpfung vornehmen zu können.

Der Winter 2006 war durch schwere Schneefälle geprägt: Es wurden zum Schutz von Gebäuden in Micheldorf, Spital/Pyhrn, Steyrling und Windischgarsten Dächer abgeschaufelt. Insgesamt knapp 1000 Einsatzstunden an 10 Tagen! Im Sommer haben sich die neu angeschafften Waldbrandrücksäcke bereits bei einem Wurzelbrand auf der Kremsmauer bewährt.

Kommandant ABI Heinz Wegmaier legt 2006 seine Funktion zurück und Christian Herndl wird zu seinem Nachfolger gewählt.

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