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1871 – 1886

Die Ergebnisse von Sammlungen und Veranstaltungen unterhaltender Art versetzten die Feuerwehr bereits 1875 in die Lage, eine Knaustsche Handdruckspritze anzuschaffen. Diese traf am 14. Mai aus Wien kommend in Micheldorf ein und kostete 720 Gulden. Somit besaß die Feuerwehr Micheldorf ihre eigene Spritze und war daher imstande, das Leihgerät Herrn Gottfried Zeitlinger zurückzugeben. Die neue Knaustsche Spritze hat sich bei vielen Einsätzen bewährt und stand bis zum Ankauf einer Motorspritze im Jahre 1927 in Verwendung.

Am 6. September 1881 feierte die Micheldorfer Feuerwehr ihr 10jähriges Bestehen und zog ins neue Heim ein. An Stelle des Lichtenauerhäusels in Micheldorf 149 wurde die neue Zeugstätte (Depot) errichtet. Der Sensengewerke Franz Zeitlinger kaufte von Jakob Georgenberger das Objekt 149, demolierte es und stellte den dadurch gewonnenen Grund der Feuerwehr zum Zeugstättenbau zur Verfügung. Die Kosten der neuen Zeugstätte wurden von Baumeister Dickinger mit 1673 fl veranschlagt. Durch Robot und Materialbeistellung konnten jedoch die Baukosten auf 880 fl 30 kr gesenkt werden. Die innerhalb kurzer Zeit errichtete neue Zeugstätte stand bis 1938 als Jugendheim; später wurde sie zu Wohnzwecken umgestaltet.

Dem gedruckten Bericht aus dem Jahre 1881 über die Tätigkeit der Feuerwehr ist zu entnehmen, daß seit deren Bestehen Bedeutendes geleistet wurde. Innerhalb der zehn Jahre gelang es, eine Organisation aufzubauen, die im Verein mit der Nachbarfeuerwehr Kirchdorf a. d. Krems und den, wenn auch bescheidenen ausgerüsteten Werksfeuerwehren der Sensenschmiede sich in fast 25 Einsätzen bewärt hatte. Die erste große Belastungsprobe erfolgte in der Nacht vom 11. auf 12. April 1877, als der Markt Kirchdorf brannte. In dieser Schreckensnacht fielen den Flammen 56 Wohnhäuser und 43 Wirtschaftsgebäude zum Opfer.

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