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Neue Einsatzleitzentrale der FF Micheldorf in Betrieb genommen. Dez 2018

5. Dezember 2018

EinsatzzentraleDie neue Einsatzzentrale ist in Betrieb!

Die Kernstücke sind:
– WAS (Warn und Alarmierungsanlage) mit Einsatzdrucker.
– 2 Funkgeräte mit digitaler Bedienoberfläche.
– Sirene-Steuerungsanlage mit digitaler Bedienoberfläche.
– Einsatzinformationssystem EMEREC mit digitaler Wasserkarte und eingespielten Brandmeldeanlagen inkl. Telefonkontakten.

Fotos Jack Haijes
– 2 Telefone mit Digitalanschluss.
– Computer Arbeitsplatz
– Radio
– Anzeige der Wetterstation.
– HD Fernseher mit Kabelanschluss.
– Haus Videoanlage mit Aufzeichnungsfunktion.
– Haus Brandmeldeanlage mit Telefonanbindung.
– Haustechniksteuerungsanlage mit digitaler Bedienoberfläche.
– Haussprechanlage mit Aufschaltung Funk im ganzen Feuerwehrhaus mit digitaler Bedienoberfläche.
– Arbeitsplatz mit 2 Bildschirmen.
– White Board mit Magneteigenschaften integriert in den Kästen.
– Einsatzunterlagen
– Vorbereitung für die neue Digitalfunkanlage.
– unabhängige Stromversorgung (USV) für die digitale Einsatzleitung (PCs, Monitor und Drucker)
– netzunabhängige Stromversorgung für Funkgeräte und BMA
beides für die Absicherung der Funktionsbereitschaft der Zentrale bei Stromausfall.

Augenmerk wurde auf die einfache Bedienung und den effizienten Ablauf gelegt. „Es ist einfacher geworden als vorher! Also keine Scheu die Zentrale zu besetzen.“ berichtet unser Lotsenkommandant Helfred Holzinger.

Die ersten Einsätze wurden bereits abgewickelt:
Brand einer Heizung mit Einzelarmierung am 20. Nov 2018 und Brandmeldealarm in einem Industriebetrieb mit Vollalarm am 21. Nov 2018. „Alles gut verlaufen“, meldeten die eingesetzten Zentralisten.

Ein großes „Danke für die geleisteten Arbeiten denn es ist keine Selbstverständlichkeit freiwillig 600 Arbeitsstunden für den Umbau zu leisten“ kommt vom Kommandant Gerald Kaltenböck an seine Mannschaft. „Wir habe gr0ße Freude, und sind jetzt wieder auf den modernen Stand der Technik“ so der Chef.

Nun ein paar Jahre zurück:
Im Jahr 1993 wurde das neue Feuerwehrhaus in Betrieb genommen. Das war vor 25 Jahren. Eine Einsatzzentrale wie wir sie heute als Standard betrachten gab es quasi nur bei den ganz großen Feuerwehren wie Wels, Ried, Steyr usw.
Dieser Schritt mit einer Einsatzzentrale wurde damals eingeschlagen. „Die hat ganz viel Geld gekostet“ so der damalige Kommandant, E-ABI Heinz Wegmaier. „Aber sie hat sich ausgezahlt, wir haben uns einige Anlagen damals angesehen, es kannte ja noch keiner, es hatte noch niemand“.
In den ersten Jahren sind dann nach Fertigstellung der Einsatzzentrale viele Feuerwehren zum Besichtigen ins Haus gekommen. Sie spielte für die damaligen Verhältnisse alle Stücke. 2 Fix verbaute Funkgeräte, Alarmierungsanlage, Pager Anlage, Hausrufanlage mit Warnsignalen, 2 Telefone, Fax und Platz für die umfangreichen Einsatzunterlagen, Tonbandaufzeichnung für den Funk, Radio, die berühmte sprechende Uhr, Bedienung und Übersicht über Notlicht und Licht im Erdgeschoß. Später kamen über die Jahre noch Computer, Straßen und Hydrantentafel mit Led Beleuchtung, das neue Warn und Alarmystem WAS, Videobildschirm für die 2.te Garage, Whiteboard, Brandmeldeanlage für das Feuerwehrhaus, Wetterstation, Notstrompuffer, weitere Bildschirme für Emerec und dgl. dazu.

Geleistet bzw erlebt hat die Zentrale in ihren ca 9.000 Tagen:
– 3.000 Einsätze
– 1.300 Sirenenproben
– 300 Funkproben des Abschnitts
– 3 Kommandanten
– 2 Generationen Alarmierungssysteme

An der Elektronik nagt der Zahn der Zeit umso schneller. So gab es schon länger immer wieder Ausfälle im Gesamtsystem. Die Modernisierung war schon ein paar Jahre überfällig. Mit Einführung des neuen Digitalfunk  2019 war eine Investition sogar ein Muss, da die neuen Funk Digitalanlagen nur mit entsprechend hohem Aufwand integriert hätten werden können.
Nach entsprechender Vorbereitung und Konzeptfindung für die Zentrale über die letzten 2 Jahre und Ansparzeit für die benötigten Finanzmittel konnten wir Mitte 2018 in die Realisierung gehen.
Mit vereinten Kräften wurde diese neue Einsatzzentrale nun umgesetzt und wir sind wieder am Stand der Technik, auch gerüstet für die Entwicklungen der nächsten Jahre. So wurden bereits die Antennen für Digitalfunk, Funkkoppler und die neue Wetterstation am Dach montiert. Der Funkmast wurde gewartet und überprüft.

Nach nur 3 wöchiger Installationszeit mit Maler und Tischlerarbeiten konnte die Technik eingebaut und in Betrieb genommen werden. Bei der neuen Zentrale war die Firmen MPG, Kischko und Zehetner Elektronik beauftragt. Die Zusammenarbeit war ausgezeichnet und wir bedanken uns für die professionelle und rasche Umsetzung. Tatkräftig wurden wir auch von der Gemeinde Micheldorf bei den Malerarbeiten unterstützt. Von der Fa Awekas erhielten wir ein Top Wetterstation gesponsert.
Unter der Leitung von Helfred Holzinger waren noch Florian, Hannes K, Hannes Sch., Thomas, Tim, Einar, Georg und Christopher ganz intensiv beschäftigt. So war immer ein Ansprechpartner für die Firmen anwesend und die Arbeiten rund herum wurden durch die  Feuerwehrleute erledigt. Der Aufwand in der Feuerwehr betrug 600h! Da haben wir enorme Finanzmittel eingespart!

Das Projekt konnte im gesetzten Budgetrahmen durchgeführt werden. Auf teuren Schnick Schnack wurde bewusst verzichtet.

Im Sinne des Feuerwehrspruchs „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ hoffen wir natürlich, dass wir nicht viele Einsätze abwickeln müssen aber die Einsätze zu denen wir gerufen werden entsprechend professionell abwickeln können und die neue Einsatzzentrale lange Jahre in Gebrauch sein wird.

 

 

 

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